Mittwoch, 16. November 2011
Banal.
Um mich herum reden sie. Sie laufen wie wild. Man fühlt sich wie in einer Herde. Eine Herde von Büffeln- Zum Beispiel. Und man versucht stark zu sein -so stark- aber im Endeffekt ist man es nicht. Ich bin es nicht. Aber man wird gestützt. Gestützt von vielen Stützen welche man selbst nicht Stützen würde, weil ich selbst kein Herdentier sein mag- Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Und so gehe ich, Fuß vor den anderen Fuß -Schritt- Fuß vor den wieder anderen Fuß -Schritt- und da stolper ich. Ich stolper über eine Billigbierdose. Sie ist schon ganz Platt gedrückt. Die Luft ist raus. Jeder stolpert über sie. Mitten auf dem Pfad- Pfand. "Anscheind kein Heldentier!", so denke ich mir. In diesem Moment würde diese Dose, diese eine mittig liegende Billigbier-Pfad-Pfand-Dose sehr gerne aufheben und mitnehmen. Sie bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal. Zwischen bildenen Büchern und Büchern, welche vielleicht nicht bilden wollen, aber anregen, irgendwie das Gehirn, auf eine andere Art und Weise. Ach whatever. Einen Ehrenplatz bekommt sie also- Also einen Ehrenplatz weil es so Paradox ist. Paradox, da ich es, indem ich es Ehre Schütze, allerdings für mich ein Zeichen darstellt- Wegläufer. Kein Mitläufer. Ein Symbol, weißt du? So völlig zertrampelt, die Farbe schon ab, Kratzer- zerkratzt. Einfach kaputt. Auf dem Boden. Vielleicht sogar auf dem Boden der Taten. Der Sachen. Sachen die getan wurden, bevor sie so endete. Das Bier in sich hineinflößen, sich über das Pfandgeld wundern, es dann doch schließlich vergessen, oder "Ach, die paar Cents!". Tatsachen! Das Bier schmeckte. Für mehr nicht gut genug. Nicht aus Gold, kein Accessoire und sowieso. Müll! Und dann steht dieser "Müllgegenstand" zwischen solch' Büchern. Abe ich stieg hinüber- Besser gesagt, ich flog hinüber und blickte nochmal auf sie herab. Byebye. Irgendwo beneide ich dich. Irgendwo bedauer ich dich. Zwiespalt. Wenn man ein Herdentier ist, aber doch keins sein will. Da besteht die Ähnlichkeit. Und der Strom führt mich weiter in eine Richtung, weiter, weiter, weiter... Dieses Gefühl nicht dazu zu gehören, garnicht dies zu tun was man gerade macht, sich wie der Sauerstoff in Luft zu fühlen. Dieses Gefühl muss stark sein. Dann wäre ich stark. Ich könnte soviel bewirken. Wäre da, aber irgendwo auch nicht da, weil man mich nicht sieht. Und die Banalität siegt heutzutage- Heutigentags. So banal unbanal. So wünsche ich es mir manchmal. Doch auch wäre ich gerne etwas, womit ich völlig schwerelos sein kann. Völlig kraftlos. Und ich müsste nichts entscheiden, nichts verfehlen und könnte nicht handeln. Ich wäre auch kein Herdentier. Die Herde könnte ohne mich leben und weiterhin auf Billigbier-Dosen auf Pfaden herumtrampeln. Es würde sich immernoch Niemand daran stören, auch ich nicht mehr, gerade ich nicht mehr und es ginge so weiter, ginge so weiter bis es eben nicht mehr ginge. Was ich damit ausdrücken wollte ist, dass ich mich versuchte- Versuchte auszudrücken, auszurücken, aus der Herde. Ich verfolge, du verfolgst, wir verfolgen. Wir könnten andere Wege gehen, wir könnten uns trennen. Wir könnten wenn wir wollten. Hach, ist das schön banal! Wir könnten leben. Wir könnten leben, wenn wir wollten (?) .
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